Aus der Sicht eines Anfängers

Helge

Helge, Beamter

Ich habe im Januar 2009 mit Aikido begonnen. Davor bestand mein einziger Kontakt zu jeglicher Art fernöstlichen Sports bzw. fernöstlicher Philosophie fast ausschließlich im Fernsehkonsum, wenn man einmal davon absieht, dass ich vor 20 Jahren ein Jahr lang Mitglied in einem Ju-Jutsu-Verein war.
Sport betreibe ich schon seit meiner Kindheit; bis zum Jahr 2007 habe ich aktiv Handball gespielt und spiele immer noch einmal die Woche Fußball in einer Altherren-Mannschaft.
Zum Jahresende 2008 traf ich einen alten Freund wieder, der mir erzählte, dass er vor einiger Zeit angefangen hatte, Aikido zu trainieren. Seine Erzählungen machten mich sehr neugierig und ich beschloss, mich hier nach einem Verein umzusehen. Die Adresse der Aiki-Akademie habe ich im Internet gefunden: Dort hat mir zugesagt, dass im Vergleich zu sonstigen Angeboten diverser Sportvereine eine so große Auswahl von Trainingszeiten angeboten wird; außerdem bekam ich nach einer losen E-Mail-Anfrage sogleich eine nette Antwort verbunden mit dem Angebot, mir das Training einmal anzuschauen.
Schon als ich das erste Mal zum Training erschien, fiel mir die besondere Atmosphäre auf, die besondere Energie, die im hier im Dojo zu spüren ist. Ich war fasziniert von der Tatsache, dass jeder sich mitverantwortlich fühlt, das Dojo zu einer ganz besonderen, eigenen Stätte zu machen. Ich war vier Jahre lang in der Jugendarbeit eines Fußballvereins tätig, habe aber leider nie etwas Vergleichbares erleben dürfen, was dem Verantwortungsbewusstsein der zur Verfügung gestellten Einrichtung gegenüber und dem Umgang der Menschen miteinander gleichkommt.
Ähnlich erging es mir mit den Trainingseinheiten. Ich habe mich von Beginn an gut angenommen gefühlt, alle Partner waren verständnisvoll und hilfreich, egal wie ungeschickt ich mich angestellt habe. Ich war vom Respekt und der Achtung, die dem Menschen an sich entgegengebracht wird, sehr beeindruckt.
Ich hoffe, dass diese Haltung, die ich hier spüre und erfahre, sich nach und nach auch in mir entfalten wird und nach außen gebracht werden kann.